Hallo meine Lieben

hier ist mal wieder etwas knapp mein Rundschreiben für Juni.

Als Thema habe ich mir diesmal "Alles erlaubt?" ausgesucht und es geht darum ob bei Gott und generell alles erlaubt ist oder ob es Regeln gibt, ob die sinnvoll sind usw.

Ich hoffe es gefällt euch und bringt euch was.

Liebe Grüße,
Christin

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6. Thema: Alles erlaubt?


1) Schwarz, weiß, grau


Oft gibt es Diskussionen darüber ob jetzt dies oder jenes gut oder schlecht ist. Oder vielleicht auch gar nichts von beidem. Kann man überhaupt unterteilen in gut und böse? In gut und schlecht? Hat nicht vielleicht alles eine gute und eine schlechte Seite?
Zumindest ist diese Meinung sehr weit verbreitet, dass ja eigentlich alles nur grau ist – also weder eindeutig gut, noch eindeutig schlecht.
Vor allem wenn es darum geht ob gewisse Sachen verboten sind bzw. verboten werden sollen, heißt es oft, dass das ja alles zwei Seiten hat und man auf beide Rücksicht nehmen soll.

Da kann sich einem dann die Frage stellen, ob denn nicht vielleicht alles erlaubt ist.
Wenn alles schlechte ja auch eine gute Seite hat…

Aber Gott sieht das anders. Er sagt nicht „Alles erlaubt“, sondern gibt uns Regeln für unser Leben und sagt dazu:

Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen. (Jesaja 5, 20)

Mein Sohn, achte nicht gering die Erziehung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er. (Sprüche 3, 11+12)

Wenn unsre leiblichen Väter uns gezüchtigt haben und wir sie doch geachtet haben, sollten wir uns dann nicht viel mehr unterordnen dem geistlichen Vater, damit wir leben?
(Hebräer 12, 9)




2) Regeln…. warum?

In der oben genannten Stelle aus den Sprüchen gibt der Vater im Himmel den klaren Grund an warum er für uns, seine Kinder, Regeln gemacht hat.
Er liebt uns und will nicht, dass wir irgendwelchen Mist machen, sondern zu gut erzogenen und umgänglichen Menschen werden, mit denen andere gerne Zeit verbringen und die ein „Aushängeschild für Gott“ sind.

Er vergleicht das ganz simpel mit der Erziehung durch unseren menschlichen Vater (oder generell durch unsere menschlichen Eltern). Denn, dass unsere Eltern uns erziehen (erzogen haben) ist ein Indiz dafür, dass sie uns lieb haben und nicht dafür, dass sie uns nicht leiden können. Generell kann man sagen, dass niemand einen anderen Menschen (Tochter/Sohn, Freund, Partner…) erziehen würde, wenn dieser Mensch ihm nicht echt viel wert wäre.

Denn Erziehung ist Arbeit. Das können unsere Eltern uns glaube ich allen bestätigen.

Und trotzdem macht der Vater im Himmel sich die Arbeit und überlegt sich Regeln für uns. Er lässt diese durch Menschen aufschreiben und schenkt uns seinen heiligen Geist um uns hin und wieder an diese Regeln zu erinnern und um uns zu zeigen wo wir etwas falsch machen.



3) Unsre Sicht – seine Sicht

Gottes Sicht und Absicht seiner Ge- und Verbote kennen wir jetzt, aber wie sieht es mit unserer Sicht aus?

Sehen wir das auch so? Freuen wir uns über Regeln?
Im Normalfall würde ich sagen doch eher nicht. Wir empfinden Regeln oft als (sinnlose) Einschränkungen unserer Freiheit und als nervige Grenzen. Menschen neigen dazu alles besser wissen zu wollen – selbst besser als Gott.

Ich weiß aus eigener Erfahrung gut genug, dass ich Gottes Regeln oft als „doof“ empfinde und mich deshalb darüber hinwegsetze. Ich meine dann es besser zu wissen als Gott. Oder ich hab einfach keine Lust „brav zu sein“ und „schön artig“.
Deshalb passt mein Text, den ich in meinem ICQ-Profil habe eigentlich ganz gut zu mir:

Danket dem Herrn,
denn er ist gut, seine
Gnade hört niemals auf!
Psalm 136,1
~auch wenn wirs nit immer so sehn *seufz*~



Eigentlich schade, dass unsere Sicht nicht immer mit der unseres Schöpfers übereinstimmt. Denn eigentlich müssten wir es ja wissen, dass Gott es gut mit uns meint und wir uns keine Sorgen machen müssen zu kurz zu kommen oder untergebuttert zu werden.
Doch scheinbar haben wir die trotzdem…

Und ich denke das ist auf jeden Fall eine Sache, die jeder einmal für sich überdenken sollte und sich klar machen sollte:
„Gibt es bei mir auch bereiche, wo ich mich nicht an Gottes Regeln halte?“
„Warum will ich mich manchmal nicht an seine Gebote halten?“
„Will ich mich ändern?“

Und ich denke, wenn wir dafür beten (und beten lassen) und auch versuchen uns zu ändern, klappt das auch. :-) Stress oder sich unter Druck setzen bringt da nix. Aber Gottes Gebote zu locker nehmen bringt auch nix.
Gott sei Dank haben wir noch den heiligen Geist, der uns auch mal Gottes Sicht der Dinge offenbart und uns mahnend zur Seite steht.



4) Die andere Seite von Verboten

Oft finde ich sehen wir Verbote immer nur von der Seite, dass uns was verboten wird. Dabei vergessen wir aber oft, dass diese Verbote ja auch für alle anderen Menschen gelten und für uns ein gewisser Schutz sind.
Stellt euch mal vor jeder würde sich an Gottes Regeln (z.B. die 10 Gebote) halten. Dann bräuchten wir theoretisch keine Angst zu haben, denn was soll uns schon passieren wenn alle nach Gottes Regeln handeln? Nix!

Mir ist vor kurzem aufgefallen, dass ich zu Christen, die nach Gottes Geboten leben, meistens schneller Vertrauen fasse, weil mir das Wissen „derjenige hält sich an Gottes Regeln“ Sicherheit gibt und ich weiß, dass derjenige mich dann z.B. nicht (/sehr selten) anlügt oder generell fair mit mir umgeht und nicht mit mir spielt.

Und da ich denke jeder würde gerne in Sicherheit und ohne Angst leben, ist es auf jeden Fall lohnenswert sich an Gottes Regeln zu halten. Ich bin mir sicher das wird auch Nicht-Christen auffallen und eine bessere Werbung für Gott können wir gar nicht machen. Deshalb hab ich auch am Anfang erwähnt, dass wenn wir uns an Gottes Regeln halten, wir zu seinem „Aushängeschild für Gott“ werden (siehe 2) Regeln…warum?)



5) Die 10 Gebote

Da die wichtigsten Regeln überhaupt die 10 Gebote sind, will ich diese noch einmal hier hinschreiben.

Auch wenn ihr sie wohl kennt, lest sie noch mal, nehmt es euch zu Herzen und haltet euch daran:

1) Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
damit sind nicht nur Götter wie z.B. Allah gemeint, sondern „Das, woran du dein Herz hängst, ist dein Gott.“ (Luther). Also evtl. Geld, eine bestimmte Person, Gesundheit usw.

2) Du sollst dir kein Bildnis von Gott machen.
Stimmt, Gott ist auch viiiiieeelll zu groß, als dass er in ein Bild reinpassen könnte. Nicht mal wir Menschen können richtig auf einen Bild/Foto dargestellt werden.

3) Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen.
 Also zum Beispiel in Sprichwörtern wie „Oh Gott“, „Gott sei Dank“, „Oje(sus)“ usw.
Das ist nämlich -wie eine SBK’lerin so schön ausgedrückt hat- wie Telefonterror. Wie angerufen werden, aber doch nicht gemeint sein.

4) Du sollst den Sabbat heiligen.

5)Du sollst Vater und Mutter ehren.
 Heutzutage ein echt wichtiges Gebot finde ich. Wie wollt ihr Gott ehren wenn ihr noch nicht mal eure Eltern ehren könnt wenn sie euch strafen oder zurechtweisen?
Respekt muss sein. Auch heute noch! Gottes Regeln sind nicht zeitgebunden. (Aber das Wort des Herrn hat ewig Bestand." Und dieses Wort ist die Botschaft, die euch verkündet wurde.
1. Petrus 1,25)

6) Du sollst nicht töten.
Gott entscheidet wann unser leben zu Ende ist. Niemand sonst. Weder wir selbst noch jemand anderes.

7) Du sollst nicht ehebrechen.
Finde ich auch besonders heutzutage bei diesen vielen Scheidungen sehr wichtig. Die Ehe ist bei Gott ein heiliger Bund, der für die Ewigkeit gemacht ist und normal nicht wieder gebrochen werden soll…

8) Du sollst nicht stehlen.
Das bezieht sich auf alles. Auf Ideen klauen, Hausaufgaben abschreiben, Gegenstände/Besitz klauen oder auch auf Menschenraub!

9) Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Klar, das ist unfair und man muss Sicherheit einbüßen.

10) Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Frau […] und alles was er hat.
Aus Neid und Begierden können sehr schnell Handlungen werden. Davon abgesehen: Gott sorgt doch für uns.



6) Zu guter letzt…

So, zum Schluss habe ich ausnahmsweise mal zwei Bibelstellen für euch.
Eine für die Situationen, in denen wir zu recht gewiesen werden und eine für die Situationen, in denen wir selbst andere erziehen.

- Zurechtgewiesen werden: Wer Zucht verwirft, der macht sich selbst zunichte; wer sich aber etwas sagen lässt, der wird klug. (Sprüche 15, 32)

- Selbst zurechtweisen: Wer einen Menschen zurechtweist, wird zuletzt Dank haben. mehr als der da freundlich tut. (Sprüche 28, 23)

Vor allem der letzte gefällt mir sehr gut, weil ich versuche immer mehr dankbar zu sein für das, wo mich meine Eltern und Freunde erziehen
Ich hoffe der Text bringt euch was und ihr könnt das auch umsetzen!

Liebste Grüße und viel Segen euch,
eure Christin



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Hauptbibelstelle: Ps. 136, 1, Sprüche
Übersetzungen: Luther, Elberfelder
Text für Juni auf myblog.de/momoko4jc
Geschrieben: von Christin Rockenbach am 25.06.2006
On gestellt: 25.06.2006
Verschickt: 25.06.2006
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