5. Thema: Kinder Gottes
oder: Gotteskindschaft


1) Kind und Vater


Ja, wir sind Kinder Gottes. Aber was sagt das über uns aus? Was sagt das über uns und unseren himmlischen Vater?
Zuerst einmal zum Vater: ein Vater sollte sein Kind lieben, ihm beistehen egal was passiert, es stützen, es trösten, ihm Gesellschaft leisten wenn es allein ist, es zu einem starken Charakter machen und es zu einem guten Menschen erziehen.
Ein menschlicher Vater wird das nie alles schaffen, er kann sich nur bemühen. Aber auch das sollten wir Kinder zu schätzen wissen und nichts Unmögliches erwarten. 

Unser himmlischer Vater hingegen ist ein perfekter Vater

Bittet, so wird euch gegeben […]. Wo ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn, wenn er ihn um einen Fisch bittet, eine Schlange für den Fisch biete? Wenn ihr […]euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geist geben denen, die ihn bitten! (Lukas 11, 9-13)

Und nicht nur seinen heiligen Geist. Der Vater im Himmel liebt uns in unendlichem Maße, sorgt für uns aber erzieht uns auch – gerade weil er uns liebt.

Mein Sohn, verwirf die Zucht des Herrn nicht und sei nicht ungeduldig, wenn er dich zurechtweißt; denn wen der Herr liebt, den weiß er zu Recht, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn. (Sprüche 3, 11+12)

Denn wäre das nicht ein schlechter Vater, der sein Kind nicht erzieht, ihm nicht beibringt was richtig und falsch ist und es trotzdem ins selbstständige Leben entlässt? Doch Gott ist fair und gut zu uns. Er will uns nicht den Spaß verderben, hat keinen Spaß daran uns etwas zu verbieten. Nein, er meint es nur gut mit uns auch wenn wir das nicht immer sehen. Er fordert uns zwar, aber er überfordert uns nicht.
Und das sollten wir nie vergessen:

Unser Vater im Himmel liebt uns und deshalb dürfen wir uns seine Kinder nennen. Das kann uns auch keine nehmen! (vgl. Römer 8, 38+39)

Der passende Bibelvers steht im 1. Johannesbrief in Kapitel 3, Vers 1:

Seht doch wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt. Und wir sind es wirklich: Gottes Kinder! (1. Joh. 3,1)



2) Unsere Rolle als Kind

Ja, wir sind Gotteskinder, Kinder Gottes, Königkinder. Aber wer ist „wir“ und was heißt es Kind Gottes zu sein?
Um rauszubekommen wer „wir“ sind, muss man sich Gedanken machen wie man in die große Familie vom Vater im Himmel aufgenommen wird: indem man erkennt, dass man durch seine eigenen Werke und Taten nie ins den Himmel kommen kann, seine Sünden vor Gott bekennt, um Vergebung bittet, diese annimmt und Jesus als Herr und Erlöser in sein Leben aufnimmt.
Denn Jesus spricht:

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Joh. 14, 6)

Trifft das auf dich zu? Dann bist du 100-prozentig ein Kind Gottes, ein geliebtes Kind vom Vater im Himmel!
Und wenn wir seine Kinder sind, dürfen und sollen wir uns auch so verhalten. Das bedeutet nach Gottes Regeln zu leben, ihm ganz nachzufolgen, aber auch in dem Vertrauen leben zu können, dass er auf uns aufpasst und sich bei Jesus und in seiner Liebe entspannen und zu Ruhe kommen zu können.
Zum ersten Punkt, also sich an Gottes Regeln zu halten, fällt mir ein Lied ein, das den passenden Namen „Folgen“ trägt:

Folgen, Leben mit Jesus hat Folgen.
Die alten Pläne und Ideen zählen nicht mehr.
Folgen, kommt wir wollen ihm folgen.
Sein Weg ist gut, wir gehen hinterher.


Und in den Strophen geht es um ganz konkretes Folgen und das ganz konkrete Kind-Gottes-Sein:

Folgen heißt zu leben für Gottes großes Ziel.
Die Not der Welt erkennen und mutig loszugehn.
Heißt Hilflosen zu helfen mit Tat und gutem Rat
heißt reden, heilen, handeln
so wie es Jesus tat.
(keine Haftung für bestimmt vorhandene Textfehler, is ausm Gedächtnis)




3) Unsere Aufgaben und deren „Durchführung“

Wir haben als Kinder Gottes also auch Aufgaben.
• Wir sollen den Menschen von Jesus erzählen und missionieren (Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker[…], Mk. 28, 19 a).
• Wir sollen in Jesu Namen heilen und Dämonen austreiben und durch das Sprachengebet, über das der letzte Text ging, Gottes Reich mit aufbauen (Die Glaubenden aber werde ich durch folgende Zeichen bestätigen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben und in neuen Sprachen reden. Gefährliche Schlangen und tödliches Gift werden ihnen nicht schaden. Den Kranken werden sie die Hände auflegen und sie heilen; Mk. 16, 17+18)
• Wir sollen die Liebe, die Gott uns erweißt an andere weitergeben. (3. Mose 19, 18)

Aber sobald wir anfangen uns wie Kinder Gottes zu benehmen, eine Beziehung zu Jesus leben, ihn anbeten und unser Herz für ihn öffnen, werden uns diese Aufgaben nicht mehr als Last erscheinen.
Dem Freund oder der Freundin eine Überraschung vorzubereiten, für ihn/sie Arbeit auf sich zu nehmen sehen ja die meisten wohl auch nicht als Last an
Aber dass das für die meisten Christen ein langer, schwerer und steiniger Weg ist, weiß ich selbst sehr gut.
Wenn es darum geht z.B. in Reli Dinge über die Bibel zu lernen, verschiedene Auslegungsmethoden zu verstehen, hab ich damit kein Problem. Aber sobald es darum geht Jesus zu vertrauen, mich ihm ganz zu unterstellen (oder wie es in einem Buch steht „auszuliefern“), ihn zu lieben, wird’s bei mir persönlich echt schwer.

Vor allem was unsere „Aufgabe“ angeht in Jesu Namen zu heilen und Dämonen auszutreiben, habe ich echte Vertrauensprobleme.
Wenn wir uns jetzt aber an das erinnern, was ich am Anfang über unseren himmlischen Vater geschrieben habe, der uns liebt, uns treu ist und auf uns aufpasst, fällt mir und hoffentlich auch dir auch, dass mein (und vielleicht auch dein?) Misstrauen nicht gerechtfertig ist, denn:



Seht doch wie sehr uns der Vater geliebt hat!
Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt.
Und wir sind es wirklich: Gottes Kinder!
(1. Joh. 3,1)




Und hey: Gott ist treu Und wir sind seine Kinder, wir sind Kinder Gottes
Und das ist sehr entspannend, weil wir immer wissen können, dass wir geliebt sind und zwar ganz schön doll.
Und wir sind nicht nur geliebt, sondern auch angenommen und perfekt so wie wir sind. Das heißt Selbstkritik ist Kritik an Gott persönlich. Lasst euch das mal durch den Kopf gehen, was ich geschrieben hab.
Wie Gott als Vater ist, wie wir zu Kindern Gottes werden, was unsere Rolle und Aufgaben als Gotteskinder sind und wie es im praktischen Leben bei jedem persönlich aussieht.



4) Zu guter letzt…

Zu guter letzt diese mal wieder eine Bibelstelle und ein Gedanke, der aber (wie der letzte auch) nur weitergegeben, also nicht von mir ist.

- die Bibelstelle: Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut. (1. Timotheus 4, 4). Also auch jeder Mensch, auch DU!

- der Gedanke: Selbstkritik ist Kritik an Gottes Schöpfung und an Gott selbst!

So, das war’s von mir für den Mai. Lasst uns leben als Kinder Gottes, also in der Gewissheit, dass wir uns so nennen dürfen und sollen

Liebe Grüße,
euer Christin Rockenbach alias Momoko
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Hauptbibelstelle: 1. Johannes 3, 1
Text für Mai auf myblog.de/momoko4jc
On gestellt und verschickt: 18.5.2006
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