2. Thema: Trost

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Halli hallo meine Lieben :-)

Hier is jetzt der Text für Februar. Da ich bisschen Stress hatte usw. hab ich mich en bisschen schwer getan mit dem Thema und überhaupt mit dem anfangen zu arbeiten. Aber hier is der Text!
Eine Sache wär mir aber diesmal noch wichtig: ich würd mich freuen, wenn ihr mir vllt mal en bisschen Rückmeldung geben könntet. Ich weiß so nämlich nit, ob den letzten Text überhaupt jemand gelesen hat, ob der zu lang war oder was eure Meinung dazu is.
Ich würd mich über ne (kurze) Antwort oder noch besser nen Gästebucheintrag auf myblog.de/momoko4jc echt freuen!! :-)

Liebe Grüße, viel Segen euch,
eure Momoko
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1) Zwei Textstellen zu Beginn

Beginnen möchte ich dieses Mal mit zwei ganz verschiedenen Texten bzw. Textausschnitten. Bei dem einen handelt es sich um einen Bibelvers und bei dem anderen um die erste Frage aus dem Heidelberger Katechismus.

Jahreslosung 2006:
Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.
(Josua 1, 5)



Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?
Dass ich mit Leib und Seele im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem treuen Heiland Jesus Christus gehöre. Er hat mit seinem teuren Blut für alle meine Sünden vollkommen bezahlt und mich aus aller Gewalt des Teufels erlöst; […] Darum macht er mich durch seinen Heiligen Geist des ewigen Lebens gewiss und von Herzen willig und bereit ihn forthin zu leben.
(1.Frage Heidelberger Katechismus, von 1563)


Beides sind ja recht alte, aber trotzdem sehr unterschiedliche Texte.
Das erste ist ein Bibelvers, also ein Wort Gottes, dass – in diesem Fall – ursprünglich an Josua gerichtet war, aber auch für uns eine tolle Zusage ist. Gott lässt uns nicht fallen und ist immer für uns da und steht uns bei. Was Beruhigenderes kann es ja eigentlich kaum geben. Denn was ist beruhigender als die Tatsache nie allein und verlassen zu sein? Was bringt einem ein tolles Leben wenn man in schwierigen Situationen alleine ist?

Und eine ähnliche Aussage hat auch der Auszug aus dem Heidelberger Katechismus. Auch wenn sich das jetzt vielleicht für viele nach alten, verstaubten Kirchendokumenten anhört, ist die Aussage weder verstaubt noch speziell „kirchlich“.
Ich finde es schön, dass wir egal wann Jesus gehören bzw. zu ihm gehören. Und damit endet die Antwort ja noch nicht, es geht noch weiter: Jesus ist für uns und unsere Sünden gestorben und hat uns damit aus aller Gewalt des Teufels erlöst. Und dafür können wir sehr dankbar sein, weil wir ohne Jesus nie unsere Schuld losgeworden wären!

Und was ist jetzt daran tröstend? Dass wir für die Sünden, die wir begehen, was wohl nicht unbedingt wenige sind, vergeben bekommen und somit nicht dafür bestraft werden.
Das heißt auch wenn wir Mist machen, vergibt unser Vater im Himmel uns, selbst wenn es uns selbst schwer fällt anderen und/oder uns selbst zu vergeben! Bei Gott können wir immer wieder von vorne anfangen. Das heißt nicht, dass wir machen können was wir wollen, sondern, dass wir getrost auf Gott zählen können, nämlich darauf, dass er uns vergibt wenn wir Mist machen und uns nicht wegschickt oder hasst.



2) Gott ist immer mit on Tour!

Der vielleicht größte Trost ist aber –egal in welcher Situation – dass Gott immer da ist, immer bei uns ist und uns nicht allein lässt. Dazu ein schönes Lied von Albert Frey und die passende Bibelstelle:

Wo ich auch stehe, du warst schon da. Wenn ich auch fliehe, du bist mir nah. Was ich auch denke, du weißt es schon. Was ich auch fühle, du wirst versteh’n.
(aus „Wo ich auch stehe“, Melodie und Text: Albert Frey)

Herr du erforschst mich und kennst mich. Ich sitze und stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht schon wüsstest.
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand schützend über mich.
(Psalm 139, 1-5)


Unser Vater im Himmel, ist immer bei uns, kann uns immer zur Seite stehen und passt auf uns auf. Ich denke das ist schon eine tolle Zusage! Ich denke jedem ist es wichtig Freunde zu haben, auf die er/sie sich verlassen kann und die für ihn/sie da sind. Und Gott geht da sogar noch weiter. Er ist immer für uns da. Egal was ist, egal wie’s uns geht, egal wo wir sind, egal ob wir Angst haben, traurig sind, verzweifelt sind, uns hilflos fühlen oder einfach allein und kraftlos sind!

Und nicht nur das. Er ist nicht nur einfach für uns da, hört uns zu, sondern passt auch auf uns auf, schützt uns und kennt uns durch und durch.

Meine Seele hängt an dir; deine rechte Hand hält mich.
(Psalm 63, 9)




3) Wenn’s uns schlecht geht…

Wie gesagt: theoretisch sind wir nie allein, theoretisch kann uns nix passieren. Aber wie reagieren wir denn überhaupt wenn es uns schlecht geht? Kommen wir zu unserem Vater im Himmel, beten und vertrauen ihm die ganze Situation 100prozentig an? Oder wollen wir nichts mehr von ihm wissen und kapseln uns ab?

Da es zwei verschiedene Möglichkeiten gibt wie wir reagieren, kann es natürlich auch zwei verschiedene „Trost-Möglichkeiten“ geben.

- Wenn wir zu Gott kommen und uns ihm anvertrauen, ist er einfach für uns da. Wir machen es ja auch in gewisser Weise einfach, da wir zu ihm kommen und uns ihm öffnen. Freunde können auch besser und einfach helfen, wenn wir uns ihnen öffnen und mit ihnen reden. Und Gott ist uns auf jeden Fall ein Freund, wenn nicht sogar unser bester!
Oder anders ausgedrückt:

Ruf mich an in deiner Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.
(Psalm 50, 15)

Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir kundtun große und unfassbare Dinge.
(Jeremia 33, 3)


Der erste Vers zeigt aber auch, was auf keinen Fall vergessen sollte, dass wir unserem Vater im Himmel, wenn er uns hilft auch danken sollen, ihn preisen sollen. Manchmal geht das vielleicht schon wenn’s einem schlecht geht, aber meistens erst wieder so richtig, wenn das Problem gelöst ist oder man zumindest zu der beruhigenden Erkenntnis gekommen ist, dass egal was passiert, man nicht allein ist, sondern Gott bei uns ist.

Die vermutlich sogar häufigere Situation ist aber meiner Meinung nach, dass wir entweder zuerst gar nicht an Gott denken oder nichts von ihm wissen wollen.

- Wenn wir vor Gott abhauen machen wir es sowohl unserem Vater im Himmel als auch uns nicht gerade einfacher. Das vorweg. Aber Gott hat Geduld mit seinen Kindern, als mit uns. Er passt auch auf uns auf, wenn wir uns von ihm abwenden für eine gewisse Zeit. Oft merkt man meiner Meinung nach erst im Nachhinein wo Gott einem geholfen hat, wo er einen getragen hat. Gott zwingt uns nicht zu ihm zu kommen, aber er wird uns immer die Hand hinhalten und wenn wir sie ergreifen wollen, freut er sich. Auch wenn der Weg bis dahin vielleicht manchmal weit ist. Hauptsache ist immer noch das ankommen an sich!



4) Wenn wir zweifeln, dass Gott uns hilft…

Dazu vorweg ein Psalm. Und zwar ist dieser Psalm eine Bibelstelle, in der David an Gott zweifelt. Zweifel sind also menschlich.

Herr, wie lange willst du mich so ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir? Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele und mich ängsten in meinem Herzen täglich? Schaue doch und erhöre mich Herr, mein Gott! Erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tode entschlafe, dass nicht mein Feind sich rühme, und meine Widersacher sich freuen, dass ich wanke.
Ich aber vertraue darauf, dass du so gnädig bist; mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem Herrn singen, dass er so wohl an mir tut.
(Psalm 13)


Ich persönliche finde den Psalm sehr beruhigend. Und zwar aus zwei Gründen.
Zum ersten zeigt er, dass es menschlich ist daran zu zweifeln ob Gott einem hilft und für einen da ist. Vor allem wenn es einem eh schon schlecht geht, ist es schwer Gott zu vertrauen und auf seine Zusagen zu bauen.
Aber – das zeigt der Psalm auch – es ist nicht unmöglich! David vertraut sich letztendlich doch Gott an und vertraut ihm. Er freut sich sogar über Gott und lobt ihn.
Das ist nämlich der andere wichtige Aspekt. David kommt aus seinen Zweifeln auch wieder heraus – er hat vermutlich sogar daraus gelernt. Und das sollte bei uns auch so sein. Wir sollten nicht nur wie David zweifeln, sondern dann auch wie er wieder zu Gott finden und ihm vertrauen. Sonst war das zweifeln „sinnlos“ und hat einem noch dazu alles Vertrauen und Zutrauen geraubt.

Passend hierzu ist wohl auch die Geschichte mit den Fußspuren im Sand:

Ich träumte eines Nachts, ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Und es entstand vor meinen Augen, Streiflichtern gleich, mein Leben.
Nachdem das letzte Bild an uns vorbei geglitten war, schaute ich zurück und stellte fest, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur zu sehen war.
Das verwirrte mich sehr und ich wandte mich an den Herrn: „Als ich dir damals, alles was ich hatte, übergab um dir zu folgen, da sagtest du, du würdest immer bei mir sein. Warum hast du mich verlassen als ich dich so verzweifelt brauchte?“
Der Herr nahm meine Hand: „Geliebtes Kind, nie lass ich dich allein, schon gar nicht in Zeiten der Angst und Not. Wo du nur ein Paar Spuren im Sand erkennst, sei gewiss:
Ich habe dich getragen.“

Ich denke die Geschichte spricht für sich selbst…



5) Zu guter letzt…

Zum Schluss möchte ich euch noch einen Gedanken und eine Bibelstelle mit auf den Weg geben.

- der Gedanke: Glaube hat was mit Beziehung zu Jesus und Vertrauen zu tun. Meint ihr nicht, dass dieses Beziehung nicht eigentlich zulassen sollte, dass egal was passiert, wir uns Jesus in die Arme werfen können? Was hindert uns und vor allem mich persönlich daran Jesus so zu vertrauen?
- die Bibelstelle: Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand schützend über mich.(Psalm 139, 5) Vielleicht mag ich diesen Vers so sehr, weil er mein Taufspruch ist (ein Bibelvers, den man bei der Taufe mit auf den Weg bekommt). Auf jeden Fall ist er, wenn ihr ihn bis ins Herz reinlasst, sehr beruhigend und zeigt schön wie behütet wir Kinder Gottes doch sind


So, dann noch viel Segen euch allen und liebe Grüße,
eure Momoko4jc

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Hauptbibelstelle: versch. Psalme (Ps. 13, 50, 63, 139)
Übersetzungen: Gute Nachricht, Luther
Text: für Februar auf myblog.de/momoko4jc
Geschrieben: von Christin Rockenbach am 21.02.2006
On gestellt: 22.02.2006
Verschickt: 22.02.2006
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